Konflikte im beruflichen Kontext

  • Konflikte sind unvermeidbar und verschwinden nicht von alleine 
  • Konflikte entstehen, wenn Kommunikation ins Stocken geraten ist und eine offene Kommunikationskultur nicht möglich ist 
  • Konflikte sind eine Entwicklungschance für Teams
  • Konflikte sind Führungsangelegenheit
  • Konflikte haben negativen Einfluss auf die Motivation und direkten Einfluss auf wirtschaftliche Ergebnisse

Mit schwierigen Gefühlen verbunden

Denken wir an Konflikte, so assoziieren wir damit oft unangenehme, schwierige Gefühle wie Angst, Ärger, Wut, Enttäuschung, Verletzung, Hilflosigkeit, Neid, Schadenfreude etc.

Unser Umgang mit Konflikten ist daher oft geprägt von ignorieren, nicht-wahr-haben-wollen, aussitzen oder verschieben. Doch: Sie sind unvermeidbar und verschwinden nicht von selbst. Und dies vor allem, wenn es darum gehjt, heraudfordernde Ziele zu erreichen. Da gibt es unterschiedliche Sichten und Kommunikationstypen und im wahrsten Sinne des Wortes prallen Interessen und Sichtweisen aufeinander.

Beinahe eine Binsenweisheit ist, dass Konflikte im beruflichen Kontext nicht vermeidbar sind. Darüber hinaus sind sie für die Entwicklung von Teams so wichtig wie Fehler machen für jeden Einzelnen. Teams haben über die einen konstruktiven und offenen Umgang mit Konflikten die Chance zu lernen und zu wachsen. Allerdings entsteht eine offene Kommunikationskultur nicht von allein, sondern muss gefördert und gefordert werden. Wer Konflikte offensiv angeht, nutzt sie als Entwicklungschance.

Externer Klärungshelfer unterstützend 

Wenn Führungskräfte unmittelbar oder mittelbar betroffen sind, wird es für die Führungskraft schwer, selbst zwischen den Kontrahenten zu vermitteln und die Beziehung zu entwirren. Das liegt in der Natur der Sache: Denn wer betroffen ist, ist in der Regel auch emotional beteiligt. In so einer Situation ist es sinnvoll, sich externe Unterstützung zu holen.

Die meisten Führungskräfte wissen instinktiv, dass ignorieren, aussitzen, verschieben oder ein „Machtwort sprechen“ wenig geeignete Strategien sind. Dennoch werden diese allzu oft eingesetzt – einfach weil wir keinen besseren Weg wissen, mit den Gefühlen umzugehen. Lösen lassen sich die Konflikte so allerdings nicht. Und sie entzünden sich bei der kleinsten Gelegenheit neu - und das meistens schlimmer als zuvor. Werden sie nicht gelöst, verhärten sie, belasten das Arbeitsklima und kosten über kurz oder lang Geld.

Wer es aber schafft, mit Konflikten und diesen "unerwünschten" Gefühlen offensiv umzugehen und eine offene Konfliktkultur etabliert, verbessert die Zusammenarbeit seiner Mitarbeiter, stärkt seine Teams, insbesondere Projektteams.